Termine & Aktuelles

1. Damen in der zweiten Regionalliga-Saison bereits wieder aufgestiegen -
Herzschlagfinale gegen VT Kiel in einem bis zum Ende spannenden Spiel mit 3:1
(22:25; 25:20; 26:24 und 25:14) gewonnen!



Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag hätte spannender nicht sein können. Drei
Teams hatte die Chance, noch den letzten freien, direkten Aufstiegsplatz zu erreichen. Dabei galt es für unsere Mädels den letztjährigen Vizemeister und drittplatzierten VT Kiel in deren Halle auf alle Fälle zu schlagen. Nur ein Sieg bedeutete Platz 4 und damit die direkte Qualifikation. Bei einer Niederlage hätte man in die Relegation gemusst, an der die beste Spielerin von SCALA- die ehemalige Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft Tina Benecke - aus privaten Gründen nicht hätte teilnehmen können.





Die Vorzeichen an diesem Tag waren aber alles andere als gut. Valessa Ehrke hatte sich
über Nacht einen Magen-Darm Virus eingefangen und konnte gar nicht erst mit anreisen. Das bedeutete für den Trainer Jörg Drews, taktisch komplett alles umzustellen, denn durch die ebenfalls fehlende Farina Witt, die in den letzten Wochen wieder zur Mannschaft gestoßen war und beruflich verhindert war, war keine zweite Mittelblockerin mehr an Bord. Tina Benecke musste nun also als Mittelblocker fungieren, Merlen Görlich besetzte die Außenposition.



So startete die Mannschaft im ersten Satz entsprechend unsicher und mit vielen Eigenfehlern. Da war es kein Wunder, dass es den Kielern gelang, den ersten Satz für sich zu entscheiden und damit gleichzeitig den dritten Tabellenplatz zu sichern. NDenn nur ein 3:0 von SCALA hätte den dritten Tabellenplatz bedeutet. Doch vielleicht war das ja sogar taktisch von Vorteil. Denn nun hätte man glauben können, dass die Kieler ihr Ziel erreicht hatten und etwas nachlassen würden - dem war allerdings nicht der Fall. Kiel hielt weiter dagegen und so lag SCALAS Kükentruppe auch im zweiten Satz beim Stande von 8:13 schon fast aussichtslos zurück. Ein verlorener zweiter Satz und damit ein 0:2, wären an diesem Tag sicher nur schwer vor gegnerischer Kulisse gegen den letztjährigen Vizemeister aufzuholen gewesen.





Satz 3 war dann aber noch einmal nichts für schwache Nerven - 26:24 hieß es am Ende
für die SCALA-Mädels und noch einmal stellte Drews um. Tina Benecke ging wieder auf ihre angestammte Außenposition und Pia Degenkolbe rückte in die Mitte. Das war der letzte entscheidende Schachzug. Kiel konnte auf die erneute Umstellung nicht adäquat reagieren und hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen. Zudem setzte Luisa Braunschweig nun geschickt Tina immer wieder variabel ein, Cindy Horn schlug den Kieler Sprungaufschläge um die Ohren, dass ein Raunen durch die mehr als 100 Zuschauer umfassende Menge ging, Karen Meyer fand zurück zu gewohnter Annahmestabilität und Vivian Zippelius zeigte mit Ihren 1,68, dass 20 cm Größenunterschied kein Problem sein müssen. Mit 25:14 gewann das Kükenteam - angetrieben von einer groß aufspielenden Alissa Willert - den letzten entscheidenden Satz und sicherte sich damit den direkten Aufstieg! Der Jubel war damit nicht nur bei den Spielerinnen groß, sondern auch bei den mehr als 20 mitgereisten Fans, die die Mannschaft zum Sieg peitschten.







Damit beendet die Mannschaft um Trainer Jörg Drews ihre erst zweite Regionalligasaison bereits mit einem 4´ten Tabellenplatz, der gleichzeitig die direkte Qualifikation für die neu eingeführte dritte Liga bedeutet, die zur Saison 2012/13 direkt unterhalb der zweiten Bundesliga eingeführt wird. So gelang SCALA und damit der Gründerin und langjährigen Trainer der Jugendlichen Petra Kerl etwas, was nur wenigen Vereinen vorbehalten ist: Mit fast ausnahmslos dem eigenen Nachwuchs in wenigen Jahren von der Kreisliga in einer
der höchsten Spielklasse des deutschen Volleyballs! Wir gratulieren!







Drews beendet seine zweijährige Amtszeit und wird sich fortan um seinen eigenen Nachwuchs kümmern. Mit Stefan Schubot konnte der Wunschkandidat als Nachfolger
verpflichtet werden, so dass einer weiteren positiven Entwicklung der jungen Mannschaft
nichts im Wege steht. Die abschließende Aufstiegsparty war dann noch einmal ein echtes Highlight (s. Pressebericht). Es gab Abschieds- und Freudentränen, kleine Präsente für die vielen Helfer und Unterstützer und für jede Spielerin noch einmal eine kleine Laudatio seitens des Trainers.



Die dritte Liga kann kommen!